• Dirk Grünke

Vitamin A in der Kosmetik?


Vitamin A, besonders in Form von Retinol, ist aus der Kosmetikbranche mittlerweile nicht mehr wegzudenken. Eine Vielzahl von Studien belegt, dass die Struktur der Haut verfeinert, vor Umwelteinflüssen geschützt und damit jünger und straffer erscheint. Kein Wunder also, dass Vitamin A vor allem in Anti-Aging-Produkten fester Bestandteil ist. Doch wie genau schafft es Retinol, all das zu bewirken und worauf gilt es bei der Anwendung zu achten? Diese und noch viele weitere wichtige Fragen werden hier geklärt.

Wie wirkt Vitamin A und warum sollte es Anwendung finden? Vitamin A ist am Aufbau der Hautstruktur und dessen Schutz beteiligt. Dafür wird die wirksamste Form des Vitamins genutzt – Retinol. Es unterstützt den Körper dabei, Hornzellen, auch Korneozyten genannt, zu bilden. Dabei handelt es sich um die Bestandteile der obersten Hautschicht, die alle darunterliegenden schützt. Vitamin A trägt nicht nur dazu bei, diese zu bilden, sondern unterstützt auch bereits bestehende Zellen dabei, sich zu regenerieren. Die Hautoberfläche erscheint so glatter und ebenmäßiger. Da Retinol die Zellproduktion anregt, können auch Hautunreinheiten bekämpft werden. Selbst hartnäckige Akne kann mithilfe des Vitamins abklingen und neue unbeschädigte Zellen werden gebildet. Auch in den unteren Hautschichten macht sich die Zufuhr von Vitamin A bemerkbar. Das Ganze geschieht allerdings indirekt. Im Inneren der Haut ist Kollagen dafür verantwortlich, dass das Erscheinungsbild frisch und straff bleibt. Es handelt sich dabei um ein Eiweiß, das eine Art Gerüst bildet, das für Stabilität sorgt. Retinol unterstützt die Produktion von Kollagen, sodass auch bereits bestehende Fältchen von innen heraus aufgepolstert werden können. Hinzu kommt, dass Vitamin A antioxidativ wirkt. Das bedeutet, es bildet eine Art Schutzschild für die Haut und sorgt dafür, dass keinerlei freie Radikale eindringen und Zellen beschädigen oder gar zerstören können. Andernfalls könnten die instabilen Moleküle zu vorzeitiger Hautalterung und der damit einhergehenden verstärkten Faltenbildung führen. Da Vitamin A diese freien Radikale abfängt, sollte es in keinem guten Anti-Aging-Produkt fehlen.

Wie viel Vitamin A benötigt eine gesunde Haut? Wenn es darum geht, wie viel Vitamin A die Haut benötigt, ist die Antwort für viele eine Überraschung. Hier heißt es nicht „viel hilft viel“, sondern „weniger ist mehr“. Werden zu hohe Mengen an Vitamin A verwendet, kann die Haut unnötig gereizt werden und all die positiven Effekte, die bereits erzielt wurden, werden zunichte gemacht. Daher ist von sehr hoch konzentrierten Produkten abzuraten. Wer reines Retinol anwenden möchte, sollte sich an eine Dosierung von maximal 0,5 % halten. Dieser Wert kann jedoch nicht als allgemeingültig angesehen werden, denn jeder reagiert etwas anders auf das Vitamin. Die Haut ist etwas sehr individuelles, weshalb es zu empfehlen ist, sich vorsichtig an die Dosierung anzupassen, die den persönlichen Bedürfnissen gerecht werden. Gerade in der Nähe der Augen und der Schleimhäute ist Aufmerksamkeit geboten.

Kann zu viel Vitamin A schädlich sein? Worauf sollte bei der Anwendung geachtet werden? Vitamin A, oder besser gesagt Retinol, wird mittlerweile seit Jahrzehnten in der Kosmetik und der Herstellung von Beautyprodukten eingesetzt. Kann es denn dann tatsächlich schädlich für die Haut sein? Schließlich ist es auch für die Sicherheit der Anwendung bekannt. Doch wie bei nahezu allen Stoffen gilt auch hier, die Dosierung ist entscheidend. Zu viel ist in vielen Fällen schädlich, so auch bei Vitamin A. Es ist stets darauf zu achten, die empfohlene Dosierung von 0,5 % nicht übermäßig zu überschreiten. Eine zu hohe Dosierung kann sich in Form von Kopfschmerzen oder gar in Fetus-Fehlbildungen äußern. Wird Retinol dem Körper in Form von Cremes und Seren zugeführt, ist eine Überdosierung allerdings sehr unwahrscheinlich. Das liegt daran, dass die Menge, die der Körper über die Haut aufnehmen kann, recht klein ist. Nichtsdestotrotz sollten retinolhaltige Cremes nur im Gesicht und nicht auf dem gesamten Körper angewandt werden, um jeglichem Risiko aus dem Weg zu gehen. Auch schwangere und stillende Frauen sollten die Anwendung von Präparaten, die Vitamin A enthalten, lieber reduzieren bzw. vollständig einstellen. Wer dennoch nicht auf den positiven Effekt verzichten will, kann auf Derivate wie Retinyl Palmitate zurückgreifen. Bei Derivaten handelt es sich um Abkömmlinge von Retinol, die nur bei Bedarf umgewandelt werden. So ist eine zu hohe Dosierung theoretisch unmöglich. Während die oberen Hautzellen mithilfe von Vitamin A erneuert werden, sind diese ebenfalls anfälliger für UV-Strahlung und damit Sonnenbrand. Im Sommer ist es deshalb umso wichtiger während der Anwendung ausreichend Sonnenschutz aufzutragen.

Macht es Sinn, Konzentrate zu nutzen, die sowohl Vitamin A als auch Hyaluronsäure enthalten? Auch Hyaluronsäure ist einer der Stoffe, die mittlerweile fester Bestandteil einer Vielzahl von Anti-Aging-Produkten sind. Das ist darauf zurückzuführen, dass sowohl das Bindegewebe als auch die extrazellulären Räume damit gefüllt sind und so immer mit ausreichend Flüssigkeit versorgt werden. Hyaluronsäure fungiert als Wasserspeicher, denn es kann pro Gramm ganze 6 l davon speichern. Damit unterstützt es die Wirkungsweise von Vitamin A ungemein. Mithilfe der verbesserten Feuchtigkeitsversorgung können Fältchen noch einfacher aufgepolstert werden. Auch trockene Hautstellen können sich weitaus schneller regenerieren. Wer von Hautunreinheiten geplagt wird, kann ebenfalls von der Kombination aus Vitamin A und Hyaluronsäure profitieren, denn beide Stoffe legen sich wie ein Schutzschild auf die Haut. So wird sie perfekt vor Umwelteinflüssen geschützt und sämtliche Energie kann für die Regeneration verwendet werden.

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