• Dirk Grünke

Was und wozu - Extrakt der Alge Padina pavonica?

Padina pavonica: Nomen est omen

Extrakt der Alge Padina pavonica

Wenn eine kosmetisch wirksame Nutzpflanze ihren Namen verdient, dann diese: Padina pavonica – der „Schwanz des Pfaus“ – ähnelt seiner Bezeichnung nicht nur optisch, sondern macht auch genauso schön. Vorkommen und Aussehen Die kleine Braunalge ist im Flachwasser des Indischen und des Pazifischen Ozeans sowie des Atlantiks und des Mittelmeers beheimatet. Hier gedeiht sie auf schlammigen Böden unter Felsüberhängen und Muschelstücken oder auf Seegraswiesen und Korallenriffs. Ihre Wedel sind fächerartig geformt und um einen tiefer liegenden Mittelpunkt angeordnet – weswegen Padina pavonica auch den Beinamen Trichteralge trägt. Ihre maximale Größe erreicht sie mit 10 cm Durchmesser. Um sich bei Ebbe vor Austrocknung zu schützen, bildet die Pflanze ein Sekret, das sich auf der Oberfläche der Wedel ansammelt. Es enthält verschiedene Zuckerarten und soll ein hochwirksames Mittel gegen Zivilisationskrankheiten wie Krebs, Diabetes und Herz-Kreislauf-Störungen sein. Darüber hinaus enthalten die Zellen von Padina pavonica den Pflanzenfarbstoff Fucoxanthin, dem eine gewichtsreduzierende Wirkung nachgesagt wird. Für die äußerliche Anwendung sind diese Aspekte weniger interessant. Dennoch erfüllen die Mehrfachzucker des Padina pavonica auch hierbei eine wichtige Aufgabe: Im kosmetischen Kontext fungieren Polysaccharide wie Alginat, Fucoidan oder Laminarin als Wirkstoffträger und üben einen feuchtigkeitsspendenden, regenerierenden und straffenden Effekt auf die Haut aus. Kosmetisch wirksame Bestandteile Doch Padina pavonica leistet noch sehr viel mehr zur Pflege und Versorgung der äußeren Körperhülle. Wie alle Algen besitzen sie ein überdurchschnittlich hohes Speichervermögen und können eine große Menge an Nährstoffen aufnehmen. In den frischen Blättern bzw. Wedeln einer einzelnen Pflanze ist die Wirkung von mehreren hundert Litern Meerwasser konzentriert. Durch die Anwendung von Padina pavonica wirken über 80 verschiedene Substanzen auf den biologischen Stoffwechsel und den Schutzprozess des Körpers ein. Da sie organisch gebunden vorliegen, kann der menschliche Organismus sie besonders gut verwerten. Zu den wichtigsten Wirkstoffen der Pfauenschwanz- bzw. Trichteralge gehören: Mineralien Kalium, Natrium und Chlorid tragen dazu bei, den Wasserhaushalt der Zellen zu regulieren. Dadurch erhöhen sie den Feuchtigkeitsgehalt der Haut und verbessern ihre natürliche Barriere-Wirkung. Des Weiteren stärkt der Magnesium-Gehalt von Padina pavonica den Zellstoffwechsel. Spurenelemente Kupfer, Selen, Chrom, Zink, Eisen und Jodid wirken durchblutungsfördernd und halten den natürlichen Feuchtigkeitspegel der Haut aufrecht, so dass sie praller und glatter wirkt. Da die genannten Spurenelemente zusätzlich den Stoffwechsel anregen, werden die Entgiftung gefördert und der Schlackentransport optimiert. Salze Die Strontium- und Selen-Verbindungen in Padina pavonica wirken entzündungshemmend und haben einen lindernden Effekt bei bereits bestehenden Symptomen. Aminosäuren Eiweißbausteine wie Histidin, Lysin und Glutaminsäure liefern die unverzichtbaren Basics für einen reibungslos funktionierenden Stoffwechsel. Des Weiteren wirken sie rückfettend und stärken die stützenden Gewebeschichten der Epidermis. Vitamine Neben Folsäure enthält Padina pavonica die Vitamine A, C, D, E und K sowie die Co-Enzyme B2 und B12. Sie unterstützen die Zellbildung bzw. -regeneration und bewahren die Haut vor schädigenden Umwelteinflüssen. Antioxidantien Polyphenole und andere Verbindungen in Padina pavonica wirken als Fänger Freier Radikale und verhindern dadurch vorzeitige Alterserscheinungen. Darüber hinaus liefern sie den Zellen Energie und sorgen dafür, dass die Haut Feuchtigkeit besser speichern kann. Wichtige Aspekte für den Kauf Leider nehmen Algen neben den vielen wertvollen Naturstoffen des Meeres auch Schadstoffe auf. Sie fungieren wie eine Filteranlage und reinigen das Wasser ähnlich wie Bäume die Luft. Damit Kosmetikprodukte möglichst rein sind, ist es wichtig, dass Padina pavonica aus nachhaltiger Wildsammlung oder von kontrollierten Anbauflächen stammt. Ein entsprechender Hinweis auf der Verpackung sichert Verbraucher/-innen die Wirksamkeit der enthaltenen Trichteralgen zu und garantiert ihnen, dass sie ein natürlich-reines Erzeugnis anwenden. In der Regel werden die kosmetisch relevanten Naturstoffe durch Mazeration aus den Pflanzen herausgelöst. Daher sollte auch die Trägersubstanz eine hohe Qualität aufweisen und aus zertifizierter Quelle stammen. Das so gewonnene Padina pavonica-Öl darf auf maximal 60 Grad Celsius erhitzt werden. Anderenfalls gehen seine wertvollen Inhaltsstoffe verloren und die Wirkung des Algen-Produkts sinkt. Zusätzlich beigefügte Fette müssen einen entsprechend niedrigen Schmelzpunkt haben oder kalt verarbeitet werden. Auch das ist ein Qualitäts-Merkmal, zu dem sich ein Hinweis auf der Verpackung finden sollte. Zudem sollte der Padina pavonica-Anteil im fertigen Pflegeprodukt nicht unter drei Prozent liegen.

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